Forschungsprojekt Ektopische Ureteren
Achtung: Das Forschungsprojekt Ektopische Ureteren läuft vorläufig nur bis April 2010! Der weitere Verlauf des Projekts ist noch nicht festgelegt.
Die Universität Zürich arbeitet an der Entwicklung eines Gentests, der Trägertiere identifizieren soll.
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine angeborene Anomalie, bei der ein oder beide Harnleiter nicht normal in der Harnblase münden. Dies führt zu einer angeborenen Harninkontinenz (Harnträufeln). Bei Hündinnen wird diese Erkrankung sofort sichtbar, bei Rüden verläuft sie meist über Jahre unbemerkt.
Die Untersuchung auf Ektopische Ureteren ist für Hunde ab einem Alter von 12 Monaten möglich (laut Auskunft von Prof. Hittmair, Vet.med. Universität Wien). Die Untersuchung ist schmerzfrei und wird per Ultraschall durchgeführt. Gleichzeitig wird eine Blutprobe für einen Gentest genommen.
Sollte die Befundung bei der Ultraschalluntersuchung nicht eindeutig abgeklärt werden können, wird zusätzlich ein Röntgen mit Kontrastmittel gemacht.
Auf Grund der bis jetzt untersuchten Hunde musste festgestellt werden, dass Entlebucher Sennenhunde leider zu den betroffenen Rassen gehören.
Maßnahme: Bis zum Gentest werden vorläufig alle Hunde, deren Ureteren außerhalb der Blase oder Blasenhals führen, nicht in der Zucht eingesetzt.
Bezeichnungen für die Datenerfassung im Auswertungsprogramm "Dogbase":
EU frei = A: Ureteren münden korrekt in die Blase
EU Übergang = B: Ureteren münden in den Blasenhals
EU ektopisch = C: Ureteren münden außerhalb der Blase oder des Blasenhalses
Die Befundungen A und B werden für die Zucht der Entlebucher Sennenhunde zugelassen, Stufe C ist in der Zucht nicht erlaubt.
Untersuchungsstelle für Österreich:
Veterinärmedizinische Universität
Klinik für Bildgebende Diagnostik/Röntgen
Veterinärplatz 1
A-1210 Wien
Fr. Prof. Dr. Hittmair Katharina
Telefonnummer für Terminvereinbarungen:
+43 /1 /25 077 – 5701
email: roentgenologie@vu-wien.ac.at
Die Vet.med. Wien erbringt folgende Leistungen:
• Blutabnahme und Lagerung für die Uni Zürich
• Setzen eines Venenkatheters
• Verabreichung einer Kochsalzlösung zur Anregung des Harnflusses
• Ultraschalluntersuchung (ohne Narkose)
• Röntgen, falls erforderlich (ohne Narkose)
• Befundausfertigung
Bei der Anmeldung erhalten Sie alle Informationen, die sie für diese Untersuchung beachten müssen.
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