Gesund & Vital

Impfschutz

Der richtige Impfschutz kann Ihren Entlebucher vor schweren oder gar tödlichen Krankheiten bewahren...

weiter

Augenerkrankungen

Entlebucher Sennenhunde haben leider immer wieder mit Augenerkrankungen zu kämpfen... weiter

Rechtliches

27.11.2011

Hundehalter müssen in Österreich eine Haftpflichtversicherung für... weiter.

27.11.2011

Durch die Schaffung einer Datenbank zur Registrierung von Hunden... weiter

Login

Klassisches und operantes Konditionieren

Mit "Lernen" (Konditionierung) ist der Erwerb neuer Fähigkeiten oder die Veränderung des Verhaltens gemeint. Beim assoziativen Lernen werden zwei Formen unterschieden: Das "Reiz-Reaktions-Lernen" (klassische Konditionierung) und das instrumentelle Lernen (operantes Konditionieren).

 

Klassische Konditionierung: Der russische Wissenschaftler Iwan Pawlow stellte fest, dass Hunde bereits beim Anblick der Person, die ihnen Futter bringt, Speichel absondern und nicht erst wegen des Futters. Pawlow bezeichnet die Speichelabsonderung als angeborene (unbedingte) Reaktion, die durch den Reiz "Futter" automatisch (unbedingt) ausgelöst wird. Wird diesem Reiz ein neutraler Reiz (im Experiment von Pawlow war dies ein Glockenläuten) unmittelbar vorangesetzt, verknüpft der Hund die Reize mit der Zeit miteinander und beginnt schließlich schon beim Glockenläuten zu speicheln. Aus dem ursprünglich neutralen Reiz ist ein "gelernter" Reiz geworden. Ein ursprünglich neutraler Reiz hat eine "Signalfunktion" bekommen. Daher heißt diese Art von Lernen auch "Signallernen".

 

Operante Konditionierung: Die klassische Konditionierung kann nicht jedes Verhalten erklären. Vor allem die Bedeutung der Konsequenzen eines Verhatens wurde anhand einer weiteren Lerntheorie untersucht, dem "Lernen durch Versuch und Irrtum".
Zur Zeit, als Pawlow sein berühmtes Glocken-Experiment durchführte, beschäftigte sich Edward Thorndike mit Katzen, die sich aus einem "Geduldspiel-Käfig" befreien sollten. Eine Katze sitzt in einem Käfig, in dem sich viele Hebel befinden. Die Katze fühlt sich sichtlich unwohl und versucht, durch verschiedene Aktivitäten zu flüchten. Betätigt sie zufällig den richtigen Hebel, öffnet sich der Käfig und die Katze kann entwischen. Nach einer Reihe von Versuchen drückt die Katze den richtigen Hebel sofort, alle erfolgslosen Aktivitäten werden nicht mehr gezeigt.

Thorndike leitet aus den unterschiedlichsten Experimenten drei Thesen ab:
1.) Das Gesetz des Effektes: Die Katze hat gelernt, einen Knopf zu drücken und sich aus der Gefangenschaft zu befreien.

2.) Das Gesetz der Bereitschaft: Die Katze lernt nur deshalb, sich zu befreien, weil ihr daran liegt, die Freiheit wiederzuerlangen, um z.B. an Futter zu kommen.

3.) Das Frequenzgesetz: Die Katze benötigt einige Fehlversuche, um schließlich das Problem zu lösen.

 

Siehe auch: Lernen durch Verstärker

 

Quelle: Nossian, Petra: Assoziatives Lernen durch Verstärker in der Hundeausbildung. In: Unsere Hunde. Jg. 87. Nr. 3, März 2010, S. 74f.